Dafür ist eine Bestandsanalyse der Infrastruktur und des Mobilitätsangebotes der erste Schritt. Die Stadt hat daher eine Parkraumuntersuchung in den Gebieten rund um die Buga Kernareale beauftragt.
In den sechs betroffenen Stadtteilen Tesche, Lüntenbeck, Dichterviertel, Nützenberg, Brill und Zoo wird in einem ersten Schritt der Ist-Stand der Park-Infrastruktur aufgenommen. Dazu werden Mitarbeiter des beauftragten Gutachterbüros durch die Gebiete laufen und fahren und Parkflächen und Park-Beschilderungen aufnehmen. Hierzu werden Fotos und Pläne angefertigt. Selbstverständlich steht die Bearbeitung im Einklang mit der Datenschutzverordnung, es werden auch keine Ordnungsmaßnahmen gegen Falschparkende ergriffen.
Zooviertel detailliert
Das Zooviertel wird dabei detaillierter betrachtet. Hier sind bereits große „Verkehrserzeuger“ wie der Zoo, das Stadion und die Technische Akademie Wuppertal vorhanden. Mit den zukünftigen Besuchermagneten Seilbahn und Hängebrücke über die Wupperpforte kommen zusätzliche hinzu. Dies alles trifft auf ein denkmalgeschütztes Gründerzeitviertel mit wenigen privaten Stellplatzflächen. Entsprechend müssen viele Anwohner hier bereits im öffentlichen Straßenraum parken. Im Mai werden daher im Zooviertel zusätzlich auch die aktuell parkenden Fahrzeuge erhoben. Ergänzt wird diese Erhebung durch eine Befragung der Zoogäste zu ihrem Anreiseverhalten.
Verkehrsuntersuchung in Vohwinkel
Ist der aktuelle Status Quo erfasst, werden verschiedene Strategien zum Schutz der Anwohner vor Parksuch- und Parkverkehren sowohl während der Buga als auch danach erarbeitet.
Ergänzt wird die Parkraumuntersuchung im Rahmen der Buga-Vorbereitungen durch die Ergebnisse einer umfangreichen Verkehrsuntersuchung in Vohwinkel, die im Kerngebiet von Vohwinkel sowie auf dem P&R-Parkplatz ebenfalls den Ist-Zustand untersucht. Diese Bestandsaufnahme wird ebenfalls im ersten Halbjahr diesen Jahres stattfinden.
Während der Bundesgartenschau 2031 werden viele Menschen nach Wuppertal reisen. Neben einer Anreise mit der Bahn wird ein Teil der Buga-Gäste mit dem privaten Pkw anreisen. Damit dieser Verkehr nicht zur Belastung der Wuppertalerinnen und Wuppertaler wird –besonders für die Menschen, die in der Nähe der Bugagelände wohnen oder arbeiten – wird schon jetzt der erste Schritt zum Schutz dieser Menschen getan.
Geringe Beeinträchtigung
Grundsätzlich sollen diejenigen, die mit dem Pkw anreisen, zu großen Parkierungsanlagen geleitet werden und dort parken. Erste Ideen dazu sind bereits vorhanden und werden in den kommenden Jahren ausgearbeitet sowie in 2031 entsprechend vermarktet. Trotzdem müssen zusätzliche Parkverkehre in den betroffenen Stadtteilen ausgeschlossen werden. Diese würden die zum Teil engen Straßenräume zum Beispiel im Briller oder im Zooviertel zusätzlich belasten. Mehr Pkw dort nehmen Platz weg, produzieren Lärm und Emissionen – schlicht: sie stören. Diese Beeinträchtigung soll möglichst gering gehalten werden.