Wupperspuren - ein Theaterprojekt

Wupperspuren
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Wupperspuren
mit Geflüchteten und Nicht-Geflüchteten
(aktueller Stand 10.2016)


Die Theaterinitiative Wupperspuren ist ein ehrenamtliches, integratives Angebot für geflüchtete und nicht geflüchtete Menschen ab fünfzehn Jahren, die derzeit in Wuppertal leben und Lust haben, in einen darstellerischen Dialog zu treten. Im Zentrum steht die gemeinsame Erfahrung, in Wuppertal anzukommen und Spuren zu hinterlassen. Mit Hilfe der Förderung durch den Bergischen Kulturfonts wollen für das Frühjahr 2017 ein neues Theaterstück entwickeln.
Derzeit besteht die Gruppe aus etwa 20 Personen unterschiedlicher Herkunft. Während unserer Proben kommunizieren wir auf deutsch, arabisch und kurdisch. Seit dem 15. September treffen wir uns nach der Sommerpause wieder zur wöchentlichen Probe jeden Donnerstag in der Alten Feuerwache. Jedes Treffen dauert ca. 90 Minuten. Nachdem wir im Sommer noch einmal Werbung gemacht haben, kommen in diesen ersten Wochen auch einige neue Interessierte dazu.
Theaterinitiative Wupperspuren
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Theaterinitiative Wupperspuren
Diese ersten Treffen sollen vor allem zur Gruppenkonstitution und zur Orientierung dienen. Ziel ist es in dieser Anfangsphase, den Interessierten Menschen einen Raum zu bieten, in dem wir uns alle auf einer Ebene begegnen und auf spielerische Weise ausprobieren können. Zudem sammeln wir Ideen und Anregungen der Teilnehmenden, welche inhaltlichen Schwerpunkte für das neue Stück gewünscht sind.
Der Ablauf der einzelnen Treffen gestaltet sich meist nach der bereits im vorhergehenden Projekt etablierten Struktur. In jeder Woche übernimmt jeweils ein anderes Team aus zwei Teilnehmenden die Anleitung eines Warm-Ups. Im Anschluss folgen meist einige weitere vertiefende Übungen aus der Theaterpädagogik, so dass die Gruppe mit den Bereichen Körper, Stimme, Bewegung, Raum vertraut wird. Daraufhin werden über Improvisationsübungen in Kleingruppen die Teilnehmenden zum freien Spiel, bzw. zur Ausarbeitung kleiner Szenen angeleitet. Die Spieler*innen verteilen sich so auf die Kleingruppen, dass immer mehrere Sprachen zugrundeliegen und eine Person übersetzen kann. Je nach Kenntnisstand entscheiden die Gruppen selbst, ob sie in ihrer Szene Sprache als Ausdrucksmittel einbeziehen oder ihre Szene pantomimisch darstellen. Die Szenen werden den anderen vorgestellt und je nach Vorgabe kurz besprochen.
Theaterinitiative Wupperspuren
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Theaterinitiative Wupperspuren
Im letzten Teil unserer Treffen versuchen wir, über bestimmte Themen oder Fragen noch einmal in einem Kreisgespräch zusammenzukommen. Dies kann eine Feedback-Runde zum Treffen oder auch ein anderer Impuls sein. Wichtig ist an dieser Stelle, dass alle die Möglichkeit erhalten, sich zu äußern. In dieser Form lernen wir einander kennen und tauschen uns aus. Bereits zum jetzigen Zeitpunkt gibt es einige konkrete Ideen, welchen Inhalt das neue Stück haben soll, denen wir vor allem bei einem Intensiv-Wochenende in Werl nachgehen werden. Dort werden wir uns auf ein Thema festlegen, so dass wir bis zum Jahresende zu diesem Thema in den wöchentlichen Treffen Szenen entwickeln. Die Szenen werden dann von einem Team gesammelt und in eine schriftliche Form gebracht.
Theaterinitiative Wupperspuren
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Theaterinitiative Wupperspuren
Insgesamt gibt es in Hinblick auf den Prozess der Entwicklung des neuen Stücks fünf Aufgabenbereiche, denen nach dem Intesiv-Wochenende jeweils zwei Verantwortliche zugeteilt werden: Öffentlichkeitsarbeit, Dramaturgie, Regie, Produktion und Musik. Diese einzelnen Teams werden über die regulären Treffen hinaus sowohl einzeln als auch vernetzt arbeiten, so dass zu Beginn des neuen Jahres ein Skript zum neuen Stück vorliegt, sowie Ideen zu Inszenierung und damit verbunden auch eine konkrete Auflistung der benötigten Requisiten und Materialien.
Im Frühjahr werden wir das entwickelte Stück proben und voraussichtlich im April an drei unterschiedlichen Veranstaltungsorten der Stadt zur Aufführung bringen.
 

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